Ein Blog über das Schreiben 

Schreiben warum? wie? was?

Subjektive Betrachtungen.

August 9, 2016

Das Buch ist in allen Buchhandlungen und online erhältlich. Die e-book Version gibt es in allen Formaten (Kindle, epub).   

Dank geht an Buchcoach Dr. Bernd Flossmann, Berlin, Dank auch an viele Freunde und Familienmitglieder für Kritik und Anregungen und namentlich an Arnold Hottinger, der mir wesentliche Einsichten zum Stellenwert der Migrationsproblematik  vermittelt hat. 

Möge das Büchlein Funken schlagen, Widerspruch auslösen u...

August 8, 2016

Was ich an Sprachvermögen besitze verdanke ich dem Deutschlehrer des Humanistischen Gymnasiums Basel. Im Herzen der Altstadt, gegenüber dem mittelalterlichen Münster gelegen, hoch über dem Rheinknie, nennt es sich stolz "Auf Burg" und hütet eine tausendjährige Schultradition.

Ab neuntem Schuljahr war unser Deutschlehrer Dr. Louis Wiesmann: Seine abgetragenen Anzüge, seine nicht ganz frische Rasur und Kravatte, das vorgealterte Rauchergesicht...

August 7, 2016

In einer der ersten Stunden erläuterte uns dieser Deutschlehrer, was er uns in den nächsten vier Jahren beizubringen gedenke. Der Stoff sei riesig und vieles könne man nur streifen. Diejenigen, die mehr in die Tiefe zu gehen wünschten sollten sich das Buch "Stilkunst" von Ludwig Reiners beschaffen,  es enthalte viele wichtige Gesichtspunkte, die man leider im Unterricht nicht näher behandeln könne (Reiners ausführliche "Stilkunst" ist nicht zu verwechseln mit...

August 6, 2016

Und so bildete uns diese Schule für die Hochschulreife und das Leben. Acht Jahre Latein, sechs Jahre Französisch, vier Jahre Griechisch, ja und am Schluss noch zwei Jahre lang zwei Wochenstunden Englisch. 

Wir bekamen einen Begriff von den zerstrittenen Stadtstaaten Griechenlands und davon, wie sie den östlichen Grossreichen trotzten, um dann doch von Rom vereinnahmt zu werden. Wir lasen Homer und Plato, Cicero und Caesar, besichtigten verstaubte Gipsabgüsse, u...

August 5, 2016

In dieser Schule musste man sich die neuere Europäische Geschichte selber zurechtlegen. Mit 16 war ich einige Wochen zu Besuch bei meinem Paten, der Irrenarzt in einer geschlossenen Anstalt war. Auf die Frage nach anregender Lektüre gab er mir Curzio Malaparte's "Kaputt" in die Hand - drastische Kriegsreportagen von der Ostfront, welche mir schlaflose Nächte bereiteten und meine Weltsicht nachhaltig veränderten. Churchills Bericht über den zweiten Weltkrieg ac...

August 4, 2016

Es gab auch Orientierungspunkte: Zuerst den Vater, ein etwas mönchischer und umfassend gelehrter Physiker von bescheidenem Auftreten ("Der höchste Grad der Einbildung sei, wenn man sich nicht mehr wichtig machen müsse"), der von Einstein bis Heisenberg alle persönlich kannte. Seine Hauptweisheit war, dass nichts so ist wie es scheint: Den Naiven scheint die Erde das Zentrum der Welt, aber damit wird die Deutung der Planetenbahnen fast unmöglich. Kopernikus und...

August 3, 2016

Sind wir abgeschweift? Ja und nein. Wir sind immer noch beim Schreiben. 

Wenn Du Worte und Sätze behende drechseln kannst, so gibt es immer noch die Frage, von wo aus Du beschreibst. Wo, wie ist der Standpunkt?  

Mein Pate war der zweieiige Zwillingsbruders meines Vaters, ein eleganter, grosser, dünner Kettenraucher, intuitiver Psychiater in einer Irrenanstalt für schwerste Fälle, gewohnt mit den absurdesten Symptomen, Fantasien und Träumen umzuge...

August 2, 2016

In der Literaturproduktion hat mich immer gestört, wenn Privates an die grosse Glocke gehängt wird. Von Max Frisch las ich vor Jahrzehnten einen (veröffentlichten) Tagebucheintrag mit ungefähr folgendem Wortlaut: "Heute heiratete ich das Mädchen, das aussieht wie eine Zitrone und das mir kochte".

Was für einen schäbigen Charakter braucht es, um so einen Satz zu schreiben.

Dieser Mann liebte offensichtlich nicht, nützte aber eine Liebe aus, um sich bedienen...

August 1, 2016

"Das wichtigste ist, dass man etwas zu sagen hat, - oh damit kommt man weit". Ich musste eben gleich googeln von wem das war, - Schopenhauer. Das "etwas zu sagen haben" verstehe ich durchaus in dem Sinn, dass etwas gesagt werden muss. Seitenfüllender Kolumnenjournalismus fällt nicht darunter. 

In jungen Jahren hatte ich mit einigen Beiträgen für das Tages-Anzeiger-Magazin (die damals gesagt werden mussten) einen ziemlichen Publikumserfolg, die Leute h...

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Die Beiträge sind von oben nach unten zu lesen. Um das Lesen im richtigen Ablauf zu erleichtern wurden die Daten der Veröffentlichung umgekehrt.  

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